Hintergrundinformation:
Internet Content Rating Association
(ICRA)
Das Internet hat Informationsbeschaffung und die Weitergabe
von Daten wesentlich vereinfacht. Noch nie war weltweit so viele Wissen für
jedermann so leicht zugänglich wie heute. Was vielen Berufsgruppen und
Privatpersonen das Leben erleichtert, bringt auch Gefahren mit sich:
Internetseiten mit pornographischen, rassistischen oder politisch
extremistischen Inhalten sind frei zugänglich.
Besonders Eltern sind zu Recht darüber besorgt, dass ihre
Kinder mit diesen jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert werden. Durch die
stark wachsende Zahl der privaten und öffentlichen Internetzugänge, steigt auch
die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Internet surfen. Damit das
Internet zu dem freien Informationsmedium
werden kann, muß der Jugendschutz im Netz gesichert sein.
Nationale Aufsicht wie beim Fernsehen funktioniert im
globalen Internet nicht mehr. Vielmehr sind Industrie und Eltern gefordert. Freiwillige
Selbstkontrolle soll sicherstellen, dass die Anbieter von Inhalten und Diensten
im Internet entsprechend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung handeln. Sind
die Inhalte der Webseiten kodiert, können Filtersysteme sicherstellen, dass
Kinder und Jugendliche keinen Zugriff auf gefährdende Informationen erhalten.
Was gefiltert wird, bestimmen die Eltern selbst.
Mit diesen Filtersystemen beschäftigen sich weltweit einige
Anbieter. Die einzige weltweite Initiative ist ICRA (Internet Content Rating Association),
die ein einfaches System zur Klassifizierung von Internet-Inhalten entwickelt
und dem Nutzer ein kostenloses, bereits in den Internet-Browser integriertes
Filtersystem zur Verfügung stellt. Es handelt sich dabei um ein
Selbstregulierungsverfahren, mit dem der Jugendschutz im Internet gewährleistet
wird - ohne die Informationsfreiheit einzuschränken.
Über ICRA
ICRA ist eine internationale, gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Organisation. Sie ist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz Großbritannien eingetragen. Die Organisation hat 14 Mitglieder, unter ihnen sind Unternehmen wie AOL, T-Online, IBM, Microsoft, Bell Canada, British Telecom sowie die Internet Watch Foundation und die Bertelsmann Stiftung.
ICRA sieht seine Aufgabe in der Entwicklung, Einführung und Administration eines international akzeptablen Selbstregulierungssystem auf freiwilliger Basis. Es soll Internet-Nutzern weltweit in die Lage versetzen, eigenständig den Zugang zu Inhalten zu sperren, die sie als bedenklich ansehen.
ICRA hat die Entwicklungen von RSAC (Recreational Software Advisory Council) übernommen. Das bereits etablierte RSACi-System beschreibt die Inhalte von Webseiten anhand von Schlagworten wie Sex, Pornografie und Gewalt. Gegenwärtig sind mehr als 120.000 Online-Angebote mit dem RSACi System klassifiziert. Darin eingeschlossen sind die meisten der 100 populärsten Internetadressen, auf die zusammen 80 Prozent der Internet-Zugriffe entfallen.
Ihr
Pressekontakt:
ICRA Hiller,
Wüst & Partner GmbH
Jens Waltermann Agentur
für Kommunikation GPRA
Vorstandsvorsitzender Heike
Herd
Telefon (05241) 81 72 89 Telefon (06021) 3 86 66 26
Fax (05241) 81 93 81 Fax (06021) 3 86 66 20
E-Mail: Jens.Waltermann@Bertelsmann.de E-Mail: H.Herd@hwp.de
Weitere Informationen zu ICRA sind im Internet unter
www.icra.org abrufbar.